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Die neue Stammhamer Kinderkrippe St. Laurentius deckt den Bedarf an Betreuungsplätzen auf hoffentlich lange Sicht

Die neue Stammhamer Kinderkrippe St. Laurentius deckt den Bedarf an Betreuungsplätzen auf hoffentlich lange Sicht|

Die Ansicht der Kinderkrippe von der Innstraße aus. Dieser vordere Bereich ist etwas breiter als der hintere, um ausreichend große Gruppenräume schaffen zu können.

Die Ansicht der Kinderkrippe von der Innstraße aus. Dieser vordere Bereich ist etwas breiter als der hintere, um ausreichend große Gruppenräume schaffen zu können.

28.10.2022

Stammham. Nachdem in der neuen Kinderkrippe St. Laurentius bereits seit September fröhlich gespielt wird, erfolgte am 21. Oktober auch die offizielle Einweihung des Gebäudes mit kirchlicher Segnung durch Pfarrer Peter Meister. Alle Gäste zeigten sich angetan von den Räumlichkeiten, die nun Platz für zwei Gruppen respektive 24 Kinder unter drei Jahren bieten.

   

Innerhalb von nur 15 Monaten Bauzeit ist ein modernes Haus, das sämtlichen Ansprüchen an eine solche Einrichtung voll gerecht wird, entstanden – sehr zur Freude von Bürgermeister Franz Lehner, dem Gemeinderat, dem Personal und natürlich den Eltern. Nun können im Kindergarten, im Hort und in der Krippe insgesamt bis zu 99 Kinder betreut werden. „Damit sind wir gut aufgestellt“, so der Bürgermeister.

Hierzu ein paar Zahlen: Die gemeinsame Außenfläche für Kindergarten und Krippe beträgt 1861Quadratmeter; die Grundfläche des Krippengebäudes beläuft sich auf 518 Quadratmeter bei einem Rauminhalt von 2243 Kubikmetern. Bauzeit war von Juni 2021 bis September 2022. Noch fehlen ein paar Abrechnungen, aber man kann bereits sagen, dass die Gesamtkosten etwa 2,2 Millionen Euro betragen werden. Das sind knapp neun Prozent mehr als die ursprüngliche Schätzung. Angesichts der momentanen massiven Preissteigerungen ein guter Wert, an dem alle 29 beauftragten Firmen und vor allem das Planungsbüro Michael Brodmann aus Neuötting ihren Anteil haben. Der Architekt sorgte auch dafür, dass der ehrgeizige Zeitplan eingehalten werden konnte.

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Bürgermeister Franz Lehner bei seiner Ansprache im Rahmen der Einweihungsfeier.
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Der Spielbereich für die Krippenkinder.Im Hintergrund sieht man das Feuerwehrhaus.
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Blick in einen der Gruppenräume. Die großen Spiel und Klettergeräte weisen keinerlei scharfe Kanten auf und können vielfältig genutzt werden.

Wegen der Form des Grundstückes konnte nur ein sehr längliches Gebäude an der Ostseite des Geländes verwirklicht werden. Von der Innstraße aus betrachtet, fällt das aber kaum auf. Es gibt zwei Gruppenräume mit jeweils einem angrenzenden Schlafraum, einem Waschraum mit Wickelplatz und Toiletten. Beide Gruppen nutzen die Garderobe und eine sogenannte „Mitmach-Küche“. Hinzu kommen ein Leiterinnen-Büro, mehrere Nebenräume und Nebenflächen (Personal- und Behinderten WC, Lagerräume, Eltern-Wartebereich, Technikräume).

Durch den neuen wetterfesten Verbindungsgang vom Kindergarten ins Krippengebäude können gemeinsam auch ein Förderraum, ein großer Essensbereich und eine Ausgabeküche genutzt werden. Fußbodenheizung und Belüftungsanlagen sorgen für ein gutes Raumklima. Draußen gibt es zwei großzügig ausgestattete Spielbereiche für die jüngsten und die älteren Kinder.

Fünf Erzieherinnen, ein Erzieher, fünf Kinderpflegerinnen, ein Kinderpfleger und zwei Berufspraktikantinnen sind in Kindergarten und Krippe für ihre Schützlinge da. Die bisherige Krippengruppe mit zehn Kindern war im Kindergarten untergebracht. Dort entstand nun Platz für eine benötigte, neu geschaffene Hortgruppe.

Bürgermeister Lehner hofft, über eine Petition an den Landtag doch noch an Fördergelder zu kommen. Diese wurden mit dem Hinweis auf die Finanzkraft der Gemeinde Stammham bislang abgelehnt. Der Rathauschef ist da anderer Meinung und betont: „Für unsere kleine Gemeinde ist dieser Neubau ein finanzieller Kraftakt.“ Damit kommt man nun der gesetzlichen Verpflichtung nach, ausreichend Krippenplätze zur Verfügung zu stellen. Lehner ist dankbar, dass in Absprache mit dem Kreisjugendamt der ursprüngliche Plan, nur ein Haus für eine 15-köpfige Gruppe zu bauen, aufgegeben wurde. Die größere Lösung war kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. frä/Fotos: Gilg