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Umweltschule vergibt Bestnoten für sanierte Turnhalle mit Gründach

Das äußere Erscheinungsbild der Turnhalle prägt das Grün-Dach, passend zum Prädikat „Umweltschule“ der Staatlichen Realschule Bad Griesbach. − Fotos: Brunner

31.05.2021

Große Freude über gelungene Abrundung des umfassenden Angebots an der Staatlichen Realschule Bad Griesbach - Vollversenkbares Klettergerüst als Clou der modernen Ausstattung

Bad Griesbach. Alles unter einem Dach, und teilweise sogar unter einem Gründach – das ist einer der vielen Pluspunkte der Staatlichen Realschule Bad Griesbach, in der seit über zehn Jahren als Umweltschule größter Wert auf Nachhaltigkeit und Schutz natürlicher Ressourcen gelegt wird. Nach der umfangreichen Sanierung der Turnhalle nimmt die in mehreren Schritten renovierte Bildungseinrichtung in der Kur- und Golfstadt nun auch auf dem Sportsektor die Pole-Position ein. „Natürlich super“, so schwärmt Rektorin Christine Graf vom attraktiven I-Tüpferl für den Sportunterricht. Allein die finale Kostenprognose – sie liegt bei 2,121 Millionen Euro – lässt erkennen, dass der Landkreis Passau mit dem Kreistag als Sachaufwandsträger durch Unterstützung staatlicher Förderstellen der Maßnahme höchste Bedeutung beigemessen hat. Die zuwendungsfähigen Investitionen bewegen sich bei voraussichtlich 1.706.649 Euro. Im Landratsamt wird mit einer Gesamtzuweisung von 990.000 Euro gerechnet, sodass die Eigenmittel bei überschaubaren 1,15 Millionen Euro liegen. „Es kann bereits gesagt werden, dass die Baustelle mit einer Punktlandung abgeschlossen wird“, heißt es von Seiten der Kreisbehörde, der noch nicht alle Schlussrechnungen für das Projekt vorliegen.

Auch zeitlich ist der vorgegebene Rahmen dank des perfekten Zusammenspiels von Architekten, Projektanten und beteiligten Handwerksbetrieben eingehalten worden. Am 1. April 2019 hatten die beauftragten Firmen mit der Entkernung und dem Rückbau der Turnhalle bis auf den Rohbau-Zustand begonnen. Im Spätherbst 2020 erfolgte die Fertigstellung. „Es gab keine schwerwiegende Bauzeitverzögerung durch Corona“, lässt das Landratsamt verlauten.Und das,obwohl es eine ganze Reihe funktionaler, technischer und energetischer Mängel zu beheben galt. Im Zuge der Tragwerksbegehung war festgestellt worden, dass die Tragfunktion bereits unter Wassereintritt an verschiedenen Stellen gelitten hatte. Umkleide, Nassbereich und Duschen aus dem Jahr 1968 waren zudem überaltert, sie entsprachen längst nicht mehr den heutigen Anforderungen.

„Jetzt ist alles voll auf Top-Standard“, freut sich die Schulleiterin umso mehr. Auch die Schülerinnen und Schüler zeigen sich nach ihren Worten begeistert von der neuen Turnhalle. Sie fragten immer wieder ungeduldig, wann denn wieder Sportunterricht möglich sei, betont Christine Graf. Denn infolge der Corona-Pandemie muss darauf vorerst noch verzichtet werden. Zum Bedauern der Rektorin war auch noch keine offizielle Einweihungsfeier möglich, um die Freude und Dankbarkeit für die überaus gelungene Sanierungsmaßnahme öffentlich zum Ausdruck zu bringen. In den Genuss des angenehmen Raumklimas kommt derzeit nur die 10. Klasse, die dort unter Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen für den gewöhnlichen Unterricht einquartiert ist.

Als Highlight hebt Christine Graf neben dem auf Knopfdruck ausziehbaren Klettergerüst eine Traverse an der Hallendecke und ein zeitgemäßes Schließsystem mit Karte und Chip hervor, aber ganz besonders die Barrierefreiheit dank eines angebauten Personenaufzugs und eines entsprechend ausgestatteten Behinderten-WCs. Zum Standard gehören nun unter anderem moderne Schallschutzwände, höchste Dämmung sowie moderne und zweckmäßige Umkleiden und Toiletten. Gedacht wurde auch an die Erneuerung der losen und festinstallierten Sportgeräte sowie an ein sogenanntes Multi-Motion-Center, geliefert von namhaften Fachfirmen. Eine weitläufige Bühne und Räumlichkeiten hinter den Kulissen für die fest an der Realschule integrierte Theatergruppe runden das Ergebnis der Generalsanierung ab, die bei einer Ortsbesichtigung auch absolute Bestnoten durch Landrat Raimund Kneidinger erhalten hat.

Vergessen ist der lange Weg bis ans Ziel, an dem sich Schülerinnen und Schüler schon bald nach Herzenslust austoben können. „Das war ungefähr wie ein Weihnachtsgeschenk“, erinnert sich Rektorin Graf an die Fertigstellung. Sie hebt besonders hervor, dass nun alles – neben der Turnhalle beispielsweise auch der Fitnessraum und die Offene Ganztagsbetreuung – zusammengefasst ist. Die Schulfamilie kann wetterunabhängig alle Einrichtungen nutzen, ohne den Gebäudekomplex mit der einladenden, lichtdurchfluteten Aula als markanter Visitenkarte verlassen zu müssen. − bp